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Blind beim EMS-Training

Das Titelbild zeigt mich auf dem Crosstrainer, neben mir steht Christian.

Anfang 2017 besuchte ich Christian in seinem neu eröffneten EMS-Studio. Bis dahin wusste ich absolut nicht, was mich dort erwarten würde. Ich hatte nur die Information, dass ich nichts mitzubringen brauchte. Außer Sportschuhen oder Antirutschsocken. Den Rest würde es dort geben. Die Kommunikation fand per E-Mail statt, was mich positiv überrascht hat. Christian bot mir sogar an mich an der Straßenbahnhaltestelle abzuholen. Ich brauchte also keinen Weg suchen und konnte ganz entspannt hinfahren.

Heute schreibt Christian bei mir einen Gastbeitrag über EMS-Training und seine Erfahrungen mit mir beim Probetraining.

Vorab eine kurze Info, EMS steht für Elektro-Myo-Stimulation. Myo ist griechisch, heißt Muskel. Okay, dann hätte man es auch gleich Elektro-Muskel-Stimulation nennen können, aber das Andere klingt erst mal interessanter 😉

„Mein Name ist Christian Rüttger, ich betreibe seit Dezember 2016 ein EMS Studio von ’25 Minutes‘ in Sachsenhausen. Als ich den Artikel bei Facebook von Lydia gelesen habe, in dem sie ihre ‚Schwierigkeiten‘ mit einem konventionellen Fitnessstudio beschrieb, dachte ich ‚lass es uns doch mal versuchen‘. Dazu gilt zu erwähnen, dass wir uns theoretisch seit dem Kindergarten kennen…. theoretisch …. Mädchen waren damals doch eher uninteressant. 😉
Ich habe Lydia zum Probetraining eingeladen. Das ist bei uns generell kostenfrei. Dass ich sie an der Straßenbahn abgeholt habe, war so ziemlich die einzige Sonderbehandlung gegenüber anderen Kunden. Denn der Rest funktionierte, wie mit jedem anderen Kunden auch. Aufklärungsgespräch, Umziehen (man benötigt spezielle Unterwäsche dafür, die es bei uns kostenfrei gibt fürs Probetraining), dann wird die EMS Weste angezogen und alle Elektroden verkabelt (das Anbringen der Elektroden übernahmen wir, machen wir allerdings ohnehin bei jedem Kunden) und dann ab ans Gerät.
Am EMS Gerät hat dann Yves übernommen, Yves ist einer meiner Trainer. Der Kunde wird angeschlossen und wir drehen die Regler langsam so hoch, dass es zwar intensiv- aber nicht unangenehm wird. Sobald das geschehen ist, machen wir gymnastische Übungen. Okay, hier kommt noch eine ‚Ausnahme‘ dazu, normalerweise machen wir die Übungen nur vor und korrigieren die Kunden dann verbal, in dem Fall haben wir weniger vorgemacht und mehr erklärt. Etwas ungewohnt, aber auch nur kurz. Einen kleinen Lacher hatten wir dann, als Yves zu Lydia sagte ’so und jetzt stell dich mal hin, wie ein Skispringer beim Absprung‘ und Lydia dann erwiderte ‚aber ich weiß nicht, wie ein Skispringer steht‘. 🙂 Wie gesagt, es war auch für uns etwas Neues.

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Das Bild zeigt mich mit angeschlossenem EMS-Anzug, neben mir steht Yves und erklärt mir eine Übung.

Das Probetraining dauerte nur 15 Minuten, wir wollen ja am Anfang nicht übertreiben. Das Besondere bei EMS ist, dass man in (normal) 20 Minuten den ganzen Körper trainiert, denn egal welche Übungen man macht (Beispiel Bizeps Curls, also den Arm anwinkeln und die Faust Richtung Schulter zieht, alles ohne Gewichte also sehr gelenkschonend), man trainiert immer alle 8 Hauptmuskelgruppen (Beine, Po, Bauch, Brust, Arme, 3 x Rücken) gleichzeitig. In nur 20 Minuten hat man also ein Ganzkörpertraining. Besonders geeignet ist das für Kunden mit Rückenschmerzen, da wir hier die Tiefenmuskulatur stärken, an die man mit konventionellen Fitnessgeräten nur schwer heran kommt. Aber auch Schwangerschaftsrückbildung, Abnehmen, allgemeine Fitness sind Gründe, warum man bei uns trainieren kann. Oder eben auch manchmal, wenn man woanders nicht ‚herein gelassen‘ wird.
Alle unsere Trainings finden mit Personal EMS Trainer statt, dabei ist es uns auch egal, ob jemand sehen kann oder nicht, Hauptsache er/sie hört zu und befolgt die Traineranweisungen.
Lydia war dann eine Woche später nochmal zum Cardio-EMS Training bei uns, hierbei wird man auch an ein EMS Gerät angeschlossen und läuft 20 Minuten auf dem Crosstrainer. Durch die Elektrostimulation ist das ungefähr so intensiv, wie 60-90 Minuten auf dem Laufband und so geschafft sind die Kunden meistens auch danach. Lydia hat die 20 Minuten äußerst tapfer durchgestanden und darf natürlich sehr gerne wieder kommen. Für alle nicht Binden unter Euch, versteht sich von selbst, dass ich Lydia beim zweiten Mal nicht mehr von der Haltestelle abholen musste. Diese Fähigkeit sich so etwas so dermaßen genau einzuprägen, ist etwas, das für Lydia völlig normal, für mich jedoch äußerst bewundernswert ist.
Leider ist der Weg mit den ‚Öffentlichen‘ von Lydia zu mir ins Studio (trotz der guten Anbindung) relativ lang: 40 Min einfach für 20 Min Training, aber natürlich freuen wir uns, wenn sie jetzt öfter zu uns kommt.
Eine Zusatzbelastung für unser Team (ich bin ehrlich, im Vorfeld war ich auch etwas unsicher, wie gut das Ganze funktioniert und ob es denn ein hoher, zusätzlicher Aufwand für das Team ist …. ) entsteht definitiv NICHT, und wenn wir unsere Sinne (in dem Fall den verbalen) schärfen können indem wir die Übungen deutlich und klar erklären, schadet uns das ja auch nicht. Im Gegenteil.
Pro Gleichbehandlung!
In diesem Sinne,
sportliche Grüße aus der Textorstraße.
Christian“

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Wie transportiert man Blinde im Auto?

Das Foto zeigt mich auf dem Beifahrersitz eines Autos mit geöffneter Tür.

Ich möchte in ein paar Tagen zu einer Veranstaltung fahren, die mich sehr interessiert. Eine Bekannte, die auch dort hin will, hat mir angeboten mich mit dem Auto mitzunehmen. Und ich habe das Angebot angenommen, da es mit öffentlichen Verkehrsmitteln einer Weltreise mit Ganztagescharakter gleicht. Mit dem Auto sind es vielleicht 20 Minuten.
Als wir uns kurz vorher zusammentelefonieren, um die letzten Absprachen zu treffen, kommt die leicht verlegene Frage von ihr, mit der ich absolut nicht rechne. Sie sagt, dass sie noch nie einen Blinden im Auto hatte. Und jetzt möchte sie von mir wissen, worauf sie zu achten habe, wenn sie einen Blinden transportiert.

Wie stellt man sich am besten hin?
Nun, am besten stellt man das Auto so hin, dass die Tür, durch welche der Blinde einsteigt, gut zugänglich ist. Also das, was man generell tun sollte. Da der Blinde das Auto nicht sieht, ist die Information hilfreich, wo das Auto steht. Man kann das beschreiben. „Das Auto steht quer vor Dir“ oder „Der Wagen steht direkt hinter Dir“. Oder man legt die Hand des Blinden darauf. Das empfinde ich vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Autos zur Auswahl stehen. Auch ich wollte schon mal in das falsche Auto einsteigen und habe mich gewundert, warum die Tür sich nicht öffnen ließ.

Einsteigen.

Es besteht keine Notwendigkeit den Blinden in das Auto zu schieben oder zu ziehen. Jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch schaut sich den Sitz an, bevor er sich hineinsetzt. Ein Blinder tastet auf den Sitz, um festzustellen ob bereits etwas drauf liegt. Auf diese Art und Weise fühlt der Blinde auch wie hoch oder tief der Sitz ist. Gleiches gilt für den Fußraum. Der Sehende schaut, der Blinde tastet mit den Füßen. Schließlich hat es sich auch unter blinden Passagieren herumgesprochen, dass Sitz und Fußraum oft als mobile Ablagefläche für alle möglichen Gegenstände herhalten.

Türe schließen und anschnallen.

Ein Blinder ist sehr wohl in der Lage eine Autotür zu schließen, ohne sich die Finger einzuklemmen. Ich mache es allerdings erst dann, wenn ich ganz sicher bin, dass niemand sich in Reichweite der Tür befindet. Auch das mit dem Anschnallen funktioniert. Es dauert vielleicht eine Sekunde länger als bei dem normal Sehenden, der sofort sehen kann, wo der Anschnallgurt ist. Und wenn er ihn nicht findet, dann wird er gezielt danach fragen. Also, man braucht einen Blinden nicht wie ein Kind auf dem Sitz festzuschnallen.

Wie viel Platz beim Aussteigen?

Man kann sich ruhig mit einem blinden Beifahrer in eine normale Parklücke stellen. Auch Blinde wissen, dass man eine Tür nicht einfach so aufreißt. Es besteht also keine Notwendigkeit, hektisch aus dem Auto zu springen und um das Auto zu rennen. Der Blinde wird nicht einfach auf die Straße rennen. Auch wir haben einen gesunden Selbsterhaltungstrieb. Okay, wenn das nächste parkende Auto ziemlich eng steht, freue ich mich, wenn man mir das sagt. Und keine Angst, ich reiße keine Autotüren schnell auf, sondern taste mit der Hand wie viel Platz neben mir ist.

Kein Grund zur Aufregung

Blinde Beifahrer sind in erster Linie Beifahrer. Nicht mehr und nicht weniger. Okay, sie können nicht sehen. Aber alles andere funktioniert. Wenn ich also den Anschnaller nicht gleich finde, werde ich entweder danach suchen oder fragen.

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Blind heißt nicht gleich Rollstuhl

Das Bild zeigt mich am Flughafen. Im Hintergrund ist eine Anzeigetafel zu sehen.

Februar 2015, kurz vor Mitternacht. Gemeinsam mit einem sehenden Bekannten befinde ich mich auf dem Flughafen in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Wir haben an der Arab. Episkopal School für blinde Lehrer und Schüler ein Seminar zum Thema „Umgang mit dem Blindenstock möglich gemacht und befinden uns auf dem Heimweg.
Als wir die Sicherheitskontrollen passieren wollen, wird mein Handgepäck kontrolliert. Dabei sprechen die beiden Mitarbeiter die ganze Zeit mit meinem Begleiter. Dieser spricht deutsch und ein bisschen englisch, während ich auch arabisch spreche. Auch wenn es mir nicht schmeckt übergangen zu werden lasse ich es geschehen. Schließlich war es ein langer Tag. Und ich will einfach nur noch im Flieger sitzen und nach Hause. Und ein bisschen ist es ja auch amüsant den Beiden zuzuhören wie sie mit meinem Begleiter in einer Mischung aus Arabisch und Englisch sprechen, und er sich mit ebenso ein bisschen englisch zu verständigen versucht. Also alles im grünen Bereich.

Plötzlich hält ein Mitarbeiter meine Braillezeile hoch und fragt was das sei. Mein Begleiter versucht dem völlig unwissenden Mann die Funktion dieses Geräts zu erklären, scheitert aber kläglich an der Sprachbarriere. Böses ahnend greife ich zu, um mein Gerät festzuhalten. Dabei versuche ich mir auf Arabisch Gehör zu verschaffen, werde jedoch komplett ignoriert. Langsam bekomme ich Panik. Dem Mann ist das längliche Gerät im Metallgehäuse suspekt. Und ich habe Angst, dass man es mir wegnimmt. Nachdem mein Begleiter sich nicht verständlich mitteilen kann, und man mir keine Aufmerksamkeit schenkt, werde ich laut. Und zwar so, dass man mich auf jeden Fall hört. Ich fordere die beiden Mitarbeiter auf mit mir zu sprechen, oder einen Dolmetscher für meinen nur deutsch sprechenden Kollegen zu organisieren. Denn nur so sei eine Verständigung möglich. Ich spreche arabisch, mein Kollege nicht.

Erst wird es still. Ich kann förmlich hören wie bei den beiden der Groschen fällt. Und dann sagt einer in höflichstem Ton: „Entschuldigung, Madame.“ Okay, das hätten wir also geklärt. Auf seine Frage nach der Funktion der Braillezeile erkläre ich ihm, dass das ein Gerät sei, das mir die Schrift auf dem Computer in Brailleschrift ausgibt. Da ich meinen Laptop dabei habe, biete ich an das vorzuführen. Aber die beiden geben sich mit der Erklärung zufrieden. Sie fragen ob sie noch was für uns tun können. Und da wir in Paris umsteigen, bitte ich um eine Assistenz, die uns beim Umstieg helfen kann. Ich betone, dass wir keinen Rollstuhl, sondern lediglich eine ortskundige Begleitung brauchen, welche Deutsch, arabisch oder englisch spricht. Mein Kollege versteht zwar auch Französisch, ich aber nicht. Und dieses Beispiel eben hat mir gezeigt, dass ich verstehen möchte worüber gerade gesprochen wird.

Ich denke, dass die beiden mich anfangs nicht für voll genommen haben. Da mein Begleiter um einiges älter ist, und ich auch noch blind, dachten die wohl, dass er für mich blinde und hilflose Reisende die Verantwortung trägt. So erkläre ich mir die anfängliche Ignoranz. Erst recht in einer Gesellschaft, die Menschen mit Behinderung nicht als gleichwertig akzeptiert. Wäre ich mit einem meiner Kinder geflogen, hätte man sich erst mal mit diesem unterhalten. Denn meist wird einem sehenden Kind mehr zugetraut als einem blinden Erwachsenen. Als blinde Mutter stehen mir hier genau zwei Optionen zur Verfügung: entweder lebe ich damit und akzeptiere das anstandslos, oder habe gelernt mein Gegenüber ins Bild darüber zu setzen wer hier für wen die Verantwortung trägt.

Weiter auf dieser Reise. Als wir in Paris aus dem Flugzeug steigen, werden wir von zwei Mitarbeitern empfangen. Diese haben jeweils einen Rollstuhl dabei und fordern uns beide auf Platz zu nehmen. Wir beide wollen es nicht, und tun es auch nicht. Und zwar aus Prinzip. Wenn Ich einen Rollstuhl wünsche, dann meine ich das auch so. Und ebenso auch, wenn ich keinen brauche. Außerdem fühle ich mich so, als würde ich die Einstellung „Blind braucht immer einen Rollstuhl“ unterstützen. Und das fühlt sich für mich absolut falsch an. Abgesehen davon bin ich froh nach dem langen Sitzen im Flieger ein bisschen laufen zu können.

Wenn man als Blinder ohne Begleitung fliegt, ist der Rollstuhl ein großes Thema. Ich mache es so, dass ich im Reisebüro meines Vertrauens angebe, dass ich Assistenz benötige. Dabei geht es um den Weg zum Flieger und bei der Ankunft durch die Abfertigung. Und ganz gleich wie oft ich angebe, dass ich ihn nicht benötige, wird mir in 90 Prozent aller Fälle ein Rollstuhl angeboten oder direkt schon mitgebracht. Meist endet es damit, dass der Rollstuhl geschoben wird, während ich mit dem Mitarbeiter laufe. Ich habe aber auch schon erleben müssen, dass eine Mitarbeiterin am Frankfurter Flughafen 1995 mir den Rollstuhl regelrecht aufnötigte. Sie erklärte mir rundweg, dass sie mich nur im Rollstuhl transportieren würde oder gar nicht. Damals hatte ich noch nicht das Geschick mich zu wehren. Und aus Angst stehen gelassen zu werden habe ich mich eben in diesen Rollstuhl gesetzt. Heute würde ich es einfach darauf ankommen lassen. Denn es gibt kein Gesetz, welches vorschreibt, das Blinde ausschließlich im Rollstuhl zu transportieren sind.

Also, liebe Leserinnen und Leser, blinde sind blind. Das heißt, dass sie kaum oder gar nichts mehr sehen. Sie sind aber durchaus in der Lage zu laufen. Es sei denn, sie haben eine Gehbehinderung. Man kann also davon ausgehen, dass ein blinder mit einer Gehbehinderung seine eigenen Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Gehhilfen dabei hat oder diese anfordern würde.

Als blinde Frau brauche ich eine Begleitung auf dem Flughafen, weil das Gelände weitläufig und unübersichtlich ist, und weil es mir einfach fremd ist. Ich brauche somit eine ortskundige Hilfe und nicht mehr. Gehen kann ich selbst. Da ich weiß, dass Mensch mit Behinderung gleich mit Rollstuhl assoziiert wird, gebe ich jedes Mal an, dass ich ausdrücklich keinen Rollstuhl wünsche. Bisher konnte mir allerdings niemand erklären wo im Informationsfluss diese Info verloren gegangen ist.

Diesen Beitrag möchte ich mit einer positiven Erfahrung beenden, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Im Sommer 1998 flog ich über Rom nach Jordanien. Nach der Landung in Rom wurde ich direkt von einem Begleiter am Flieger abgeholt, in ein Auto gepackt und auf kürzestem Weg in den Wartebereich gefahren. Auf dem Weg vom Auto dorthin bot mir mein Begleiter sofort den Arm an und lief ganz normal mit mir. Im Wartebereich kam sofort eine deutsch sprechende Mitarbeiterin auf mich zu und erklärte mir, dass ich hier warten würde, und sie mich dann abholen würde. Zwischendurch kam jemand nachsehen ob alles in Ordnung sei. Als es Zeit wurde, holte eine Mitarbeiterin mich und zwei jugendliche Reisende mit einem Elektroauto ab und brachte uns zum Flieger. Dort übergab sie mich der Flugbegleiterin, die mich zu meinem Platz führte und mir im Schnelldurchlauf alles erklärte.

In meinen Beiträgen schreibe ich viel über die Themen, die das Zusammenleben blinder und normal sehender Menschen beschäftigen und prägen. Damit möchte ich ein besseres Miteinander erreichen. Denn als hoffnungsloser Optimist glaube ich an das Missverständnis, welches ausgeräumt werden möchte. Und je mehr meine Beiträge lesen, desto mehr fruchtet vielleichtmeine Aufklärungsarbeit.

Wenn Euch meine Beiträge zusagen, freue ich mich über das eine oder andere Like, oder auch den ein oder anderen Follower. Denn das Schreiben macht mehr Spaß, wenn der Leserkreis immer größer wird.

 

Und jetzt noch etwas zur Blogreise. Welches Wort meine ich? Ich, du, er, sie, es, …., ihr sie.

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Mehr Infos dazu findet ihr bei Wheelymum. Den Beitrag der letzten Woche gab es bei Mamapremiere und kommende Woche ist Staublos an der Reihe.

 

 

Elternassistenz in Österreich

Jakob Putz ist sehbehindert, seine Frau blind. Ihre Kinder sind normal sehend. Auf seinem Blog schreibt er über unterschiedliche Themen rund um Sehbehinderung und Elternschaft. 

Heute schreibt er einen Gastbeitrag zum Thema Elternassistenz in Österreich.
Elternassistenz in Österreich 
Zum besseren Verständnis, was oder wer ist Österreich? Ein Nachbarstaat von Deutschland, der – von den Einwohnern her – 2/3 von Bayern hat. 
Diese Größe – und das muss doch jeder verstehen, verlangt es, das man dieses Ländchen in neun Regionen teilt. Wäre nicht weiter tragisch, würde diese Tatsache nicht heißen, dass die Behindertengesetzgebung für den Privatbereich jedes dieser neun Regionen für sich selbst regelt. So bekommt man als blinder oder sehbehinderter Mensch in der Steiermark persönliche Assistenz in Form von Persönlichem Budget, in Wien, ist man sehbehindert oder blind, nicht. 
Zwar bekommt man in Wien wie gesagt keine persönliche Assistenz bei Blindheit oder Sehbehinderung, würde man jedoch körperbehindert sein, hätte man den Vorteil, dass in Wien in der Stundenermittlung Elternschaft ein Thema ist. In der Steiermark, wo wir wohnen und Arnold Schwarzenegger gewohnt hat, ist hingegen Elternschaft ein Einzel-Streitfall, d. h. nicht explizit geregelt. 
Verglichen zu Deutschland – und da kann ich mich jetzt nur auf Internet und WhatsApp stützen – ist Elternschaft und Behinderung im Assistenzsinne ein Thema, unter blinden Personen eher weniger verbreitet im offiziellen Sinne, im seit 1.1.2017 geltenden Bundesteilhabegesetz jedoch ein Thema.

Und hier geht es zum Blog von Jakob Putz.:  

http://www.familieallinclusive.wordpress.com

Als blindes KitaKind arabischer Eltern

Ich war sechs Jahre alt, als ich die Chance bekam halbtags einen Kindergarten zu besuchen. Meine Eltern hatten in einigen Kindergärten nachgefragt und stets eine Absage erhalten. Grund war, dass sie kein blindes Kind aufnehmen wollten oder konnten. Irgendwann fand sich ein Kindergartenplatz für mich. Mein fünfjähriger Bruder, der ebenfalls einen Platz brauchte, konnte dort nicht aufgenommen werden. Daher hatte meine Mutter morgens und mittags einen recht langen Fußweg zu bewältigen, bis wir beide in unseren Kindergärten und sie wieder zuhause waren. Sie war zu dem Zeitpunkt schon hochschwanger. Und als meine Schwester zur Welt kam, wurde das Ganze zu einer absoluten Herausforderung für sie erst meinen Bruder und dann mich um 8:00 in den Kindergarten zu bringen.
Ich hatte im Kindergarten zum ersten Mal regelmäßig Kontakt mit nicht arabisch sprechenden Kindern. Das war für mich eine absolute Umstellung. Von meinem Vater getrennt zu sein war ich gewohnt. In meinen ersten vier Lebensjahren kannte ich ihn ohnehin nur vom Hörensagen, da er in Deutschland lebte, und wir in Jordanien. Und auch später war er tagsüber bei der Arbeit. Meine ständige Bezugsperson war meine Mutter, die meistens in meiner Nähe war. Heute würde man sie als eine Art Helikopter Mummy bezeichnen. Denn was meinen Bruder und vor allem mich anging, so überließ sie nichts dem Zufall. 
Und jetzt waren da andere Erwachsene im Kindergarten, die sich um mich kümmerten. Und natürlich die anderen Kinder. Und die taten alle ganz spannende Dinge, die ich noch nicht kannte. Es wurde deutsche Kinderlieder gesungen, Geschichten erzählt und gespielt. Und ich durfte dabei sein.
Besonders spannend fand ich es, wenn ein Geburtstag war. Dann gab es Kuchen und Kerzen darauf. Und das Geburtstagskind bekam etwas Schönes geschenkt. Und dann waren da noch die Bastelaktionen vor Weihnachten oder Ostern. Für mich war das was absolut spannendes. Das gab es zuhause gar nicht.
Im Prinzip verlief mein Leben zweigeteilt. Im Kindergarten wurde deutsch und außerhalb wieder arabisch gesprochen. Und vorerst änderte sich das nicht, da unser Bekanntenkreis hauptsächlich aus arabisch sprechenden Leuten bestand. Deutsch wurde nur gesprochen, wenn das Gegenüber kein arabisch verstand. 
Schade ist, dass ich keine Erinnerung mehr an Einzelheiten aus dieser Zeit habe. Ich weiß nur, dass ich es schön fand. Ich fand schnell Freunde, die sich nicht im Mindesten daran störten, dass ich kaum etwas sah. Es war alles so selbstverständlich. Gelebte Inklusion eben. Auch wenn damals noch keiner dieses Wort in den Mund nahm. 
Während dieser Zeit verbesserte sich mein Deutsch ganz ordentlich, ohne dass ich es irgendwie merkte. Und das war auch gut so. Denn gerade Sprache ist für einen blinden Menschen etwas sehr wichtiges, um sich gezielt mitzuteilen. Gestik und Mimik fallen hier nun mal aus. Und so wurde der Grundstein dafür gelegt, dass ich es in der Schule leichter haben würde.

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Wie wichtig ist ein sehender Mann?

Das Foto zeigt eine blinde Frau.

Sezen ist blind und Mutter eines Kleinkinds. Ihr Mann ist normal sehend. Heute schreibt sie auf meinem Blog über ihre Erfahrungen mit dieser Familienzusammensetzung.

Der folgende Beitrag, den ich als Gastbeitrag für diesen Blog verfasse, beschäftigt sich mit der Aussage, die ich seit Beginn meiner Ehe und insbesondere als Mutter immer wieder höre.

Ich bin selbst geburtsblind, mein Mann und mein 13 Monate alter Sohn sehen.

Bei vielen Gelegenheiten zeigt sich mir, dass es vielen Leuten nicht klar ist, dass der sehende Partner einem zwar bei vielem hilft, jedoch keinen Assistenten ersetzen soll und kann.

Nehmen wir das Beispiel Frühförderung.

Ich beantragte für mich zur Unterstützung bei der Adaption von Büchern in Brailleschrift, sowie für das Aussuchen geeigneter Spielsachen und für vieles mehr, Frühförderung. In Hessen haben blinde Eltern Anspruch darauf, auch mit sehenden Kindern diese Leistung zu erhalten, um präventiv eventuell durch die Blindheit der Eltern auftretende Entwicklungsverzögerungen des Kindes zu erkennen und zu verhindern. Die Frühförderung ist also für mich, nicht für mein Kind.

Bei der Beantragung wurde ich darauf hingewiesen, dass ich aufgrund meines sehenden Partners vielleicht eine Ablehnung erhalten könnte. Die Argumente, dass mein Partner einer Arbeit nachgeht, die ihn durch den Schichtdienst nicht immer zu Hause sein lässt, überzeugten schließlich. Auch kann man meinem Mann nicht die Fachkenntnisse aufbürden und voraussetzen, die eine ausgebildete Pädagogin vorweisen kann.

Diese Argumentation muss ich immer dann anwenden, wenn mich Menschen treffen, die mich fragen, wer bringt dein Kind in die Kita und denen dann die Aussage folgt, dein Mann sieht doch, er kann das ja machen.

Mein Mann ist ein Mensch mit Job, einem Bedürfnis nach eigener Freizeit und geht auch sonst anderen familiären Verpflichtungen nach.

Die reine Tatsache, dass er sehend ist, enthebt mich als Mutter nicht meiner Verpflichtung, dafür zu sorgen, geeignete Lösungen zu finden, damit ich mein Kind in die Kita bringe, an Elterninfos herankomme und vieles mehr. Dazu hole ich mir, wenn ich es mir für angebracht halte, Hilfe.

Außer der Frühförderung nutze ich die Hilfe des Wellcome-Projektes, welches mir eine ehrenamtliche Kraft zur Seite stellt, die beispielsweise mit mir und meinem Sohn spazieren geht, damit auch mein Mann sich mal erholen kann.

Auch wenn mein Mann ein liebender Vater ist und mich nach Kräften unterstützt, so kann man ihm nicht automatisch die Rolle des Vollzeitassistenten aufbürden, was keiner von uns beiden möchte.

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Wie arbeitet ein Blinder am Computer, Teil 2

Technik für unterwegs.

Das Foto zeigt mich auf einer Bank in einem Kaffee. Neben mir ist ein Rucksack zu sehen. Auf dem Tisch vor mir stehen ein IPhone und davor eine Tastatur. Daneben eine Tasse Kaffee.

Ich bin mal wieder unterwegs und habe noch eine Stunde Zeit bis zu meinem nächsten Termin. Nach Hause gehen lohnt sich nicht. Wenn ich da bin, kann ich mich grad wieder auf den Weg machen. Da gefällt mir der Gedanke an das nächste Kaffee besser. Hier bekomme ich mein Lebenselixier in Form eines Cappuccino und kann ein paar wichtige E-Mails auf meinem Smartphone beantworten und Termine bearbeiten. Und wenn noch Zeit bleibt, dann kann ich noch an meinem neuen Artikel arbeiten. Zuhause komme ich ja doch nicht dazu.

Blind, Termin eintragen, Smartphone? Wie passt das zusammen?

Dieselbe Frage habe ich mir früher auch einmal gestellt. Damals benutzte ich erst eine Schreibtafel für Braille, später einen handelsüblichen Walkman mit Diktierfunktion. Diese großen Geräte wurden irgendwann durch einen sprechenden Organizer für Blinde abgelöst. Bis dahin dachte ich, dass Smartphones durch Blinde nicht bedienbar seien. Das änderte sich dann, als mir ein ebenfalls blinder Freund sein IPhone vorführte. Mein erstes IPhone zog 2012 bei mir ein. Und zunächst einmal lag es einige Wochen rum, bis ich mich traute mehr damit zu machen. Heute möchte ich es nicht mehr missen.

Seit ich mein IPhone habe, trage ich viele kleine Alltagshelfer in einem Gerät mit mir herum. Das ist dadurch möglich, dass die Modelle ab dem IPhone 3gs eine Bedienungshilfe namens Voiceover integriert haben, die blinde Nutzer optional einschalten können. Dadurch wird der Bildschirminhalt per Sprache vorgelesen. Der Hersteller hat mit Voiceover eine ganze Menge an Gesten geschaffen, die Blinde mit Hilfe eines oder mehrerer Finger ausführen können, und die die Bedienung des Smartphone möglich machen.

Ich selbst habe noch einen kleinen Sehrest, mit dessen Hilfe ich mich grob auf dem Bildschirm orientieren kann. Am liebsten stelle ich mir dazu helle Schrift auf dunklem Hintergrund ein. Das blendet mich nicht so wie die ursprünglichen Farben auf dem Smartphone.

Kurze Eingaben wie Termine oder Notizen diktiere ich meinem IPhone. Das geschieht oft einfach aus Faulheit und geht für mich am schnellsten. Voraussetzung dafür ist, dass ich Internet zur Verfügung habe. Ohne Internet gebe ich meinen Termin mit der virtuellen Tastatur auf dem Bildschirm ein. Für eine kurze Notiz oder einen Termin ist das ausreichend. Die Sprachausgabe spricht das Geschriebene aus, so dass ich sofort merke, wenn ich mich vertippt habe, oder das IPhone mir irgendeine Meldung auf dem Bildschirm ausgibt.

Eine andere Möglichkeit ist die Eingabe per Brailleschrift in das IPhone. Mit Hilfe einer Anwendung namens Braille kann ich die Fläche auf dem Display in eine Brailletastatur verwandeln. Und das sieht so aus.

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Auf dem Foto ist ein Screenshot einer Brailletastatur des IPhone abgebildet.

Ich selbst arbeite nur selten damit. Daher fehlt mir ein bisschen die Übung, um effektiv damit arbeiten zu können. Jemand, der darin geübt ist, schreibt auf dieser Tastatur schneller als ein normalsehender Nutzer.

Auch wenn mir die Sprachausgabe alles Geschriebene vorliest, habe ich in manchen Situationen gerne die Schrift buchstäblich unter den Fingern. Denn manche Fehler kann man auch durch das gesprochene Wort nicht richtig heraushören. Hier ein Beispiel, dass ich nicht sofort raushole. „Ich sage etwas in zwei Sätzen“. Hier würde ich nicht raushören, wenn das Wort „Sätzen“ durch das Wort „setzen“ ersetzt würde. Beim Diktieren passieren solche Fehler schon mal. Mit der Sprachausgabe würde ich jetzt Wort für Wort durchgehen und mir die verdächtigen Wörter buchstabieren lassen. Ich finde das zu zeitaufwändig. Bequemer ist es, wenn ich eine Braillezeile an das Smartphone koppeln und damit die verdächtigen Stellen direkt anspringen kann. Dann habe ich das ganze Wort unter dem Finger und bin einfach schneller beim Korrigieren.

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Auf dem Foto ist eine 14stellige Braillezeile abgebildet, die nicht nur eine Lesefunktion hat, sondern auch Tasten, mit deren Hilfe ich Braille schreiben kann. Außerdem hat mein Gerät noch weitere kleinere Funktionen, die es möglich machen das IPhone beim Schreiben in meiner Handtasche zu lassen. Das ist besonders von Vorteil, wenn ich wenig Platz um mich habe. Da reicht es die Braillezeile auf den Schoß zu nehmen oder sie umgehängt zu benutzen.

Beim Eingeben von Brailleschrift bevorzuge ich ein externes gerät, da ich mich damit sicherer fühle. Ergänzend dazu nutze ich ein Bluetooth gebundenes Headset, das mir parallel dazu den Text vorliest. Die Sprachgeschwindigkeit stelle ich schneller ein, um einen Text schneller zu erfassen. Das was sich für einen ungeübten Nutzer wie mittelschweres Kauderwelsch anhört sind für mich ganz normale Sätze. Ich finde es anstrengender mir etwas von Voiceover in normaler Sprechgeschwindigkeit vorlesen zu lassen.

Wenn es um Ausdauer und Geschwindigkeit geht, dann fühle ich mich auf der Computertastatur zuhause. Gerade für längere Texte finde ich sie einfach komfortabler. Und so war ich absolut happy, als ich bei einem anderen Blinden das IPad mini in einer Hülle mit integrierter Tastatur gesehen habe. Das wollte ich auch, da es mit meinem Laptop große Ähnlichkeit hatte. Tja, und so zog irgendwann ein IPad mini 3 bei mir ein. Nur mit den dazu gehörigen Tastaturen war ich nie so richtig glücklich. Entweder waren sie mir doch zu klein, um schnell und fehlerfrei darauf schreiben zu können, oder das Tastaturlayout entsprach nicht meinen Vorstellungen. Daher testete ich einige Tastaturen, bis ich das Model gefunden habe, welches groß genug zum sicheren und bequemen Schreiben ist, und dennoch wenig Platz im Rucksack oder in der Handtasche wegnimmt.

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Auf dem Foto ist mein IPad Mini zu sehen. Es steckt aufrecht in einer Halterung. Davor befindet sich eine Tastatur, die etwas breiter als das Gerät selbst ist. Diese Konstellation erlaubt es mir bei gutem Licht auf den Bildschirm zu schauen, da ich diesen gern für die grobe Orientierung nutze. Und sollte wenig Platz zum Ablegen der Tastatur vorhanden sein, dann kann ich sie problemlos auf den Schoß nehmen.

Zu dieser Ausstattung gibt es noch einige Kleinigkeiten, die für mich sehr wichtig sind. Die Halterung lässt sich zusammenklappen und nimmt so nur wenig Platz weg. Ich muss das IPad Mini nicht aus seiner Hülle nehmen, sondern kann beides in die Halterung stellen. Das Case ist wichtig, wenn ich das IPad in der Handtasche oder Rucksack zwischen Einkäufen und anderen Utensilien transportiere. Und ebenso wichtig ist für mich eine Tastatur, die ich mit einem Schieberegler ein- und ausschalten kann. Ein leicht zu drückender Knopf wäre keine gute Idee, da dieser sich möglicherweise in der Tasche verselbständigen könnte. Meine Tastatur ist so, dass sie sich nach dem Einschalten mit dem zuletzt verwendeten Gerät verbindet. Das spart Zeit. Und wenn ich das IPad nicht mitnehmen möchte, dann kann ich sie auch mal mit dem IPhone verbinden.

Fazit, Geräte, die ich unterwegs nutze, müssen leicht, klein, robust und gleichzeitig schnell verfügbar sein. Sonst lohnt sich für mich der Aufwand nicht.

Es ist gut, dass es einige Möglichkeiten für unseren Personenkreis gibt, unter denen wir wählen können wie wir arbeiten. Denn was sich für mich gut und richtig anfühlt, ist noch lange nicht richtig für alle anderen Blinden und Sehbehinderten. Stellt Euch mal vor, es gäbe nur einen bestimmten Staubsauger auf dem Markt. Während sich einige damit zufrieden geben würden, wäre der Rest absolut unglücklich, weil er mit dem Modell nicht zurechtkommt. Und so in etwa verhält es sich mit technischem Equipment, welches Blinde nutzen.