Showdown, Sport für Blinde und Sehende

Das Titelbild zeigt Elvira am Showdown Spieltisch mit Schläger und Ball in den Händen, sie trägt eine Dunkelbrille.

Showdown ist eine sehr junge Sportart, die sich dadurch auszeichnet, dass sehen keine Rolle spielt. Elvira Osewald und ihr Mann Martin Sind begeisterte Showdownspieler.

Heute schreibt sie einen Gastbeitrag auf meinem Blog.

Showdown – Eine Art Tischtennis für Blinde, Sehbehinderte und Sehende – Wie geht das?
Showdown, oder auch Tischball, eine Sportart, die speziell für blinde und sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler geschaffen wurde, ist am ehesten als Mischung aus Tischtennis und Air-Hockey zu verstehen. Da alle Spielerinnen und Spieler eine Dunkelbrille tragen müssen, spielen, im Sinne der Inklusion, auch sehende Spielerinnen und Spieler mit.
 
Wie funktioniert das Spiel?
Der Spieltisch ist mit einer länglichen Tischtennisplatte vergleichbar, besitzt abgerundete Ecken und ist mit einer 14 cm hohen Bande umrandet. Auf beiden Endseiten gibt es eine Toröffnung. Anstelle eines Netzes ist oberhalb der Bande eine vertikale Platte angebracht, unter welcher der rasselnde Ball hindurch gespielt werden muss. Dieser Ball wird mit maximal 30 cm langen Holzschlägern auf der Platte flach geschlagen. Alle Spieler tragen einen Sichtschutz, der die Chancengleichheit der Spieler sicher stellt. Zum Equipment gehört an der Spielhand noch ein Schutzhandschuh, der die Finger gegen hart geschlagene Bälle schützt.
Ein Spiel endet in der Regel nach zwei gewonnenen Sätzen, Ein Satz endet mit mindestens 11 Punkten. Diese Punkte erreichen die Spielenden durch geschossene Tore (2 Punkte) und Strafpunkte des Gegners (1 Punkt pro Aktion).
 
Wo ist die Herausforderung?
Die zwei an der Platte stehenden Spieler benötigen die Fähigkeit, in rascher Geschwindigkeit zwischen Verteidigung und Angriff zu wechseln. Ein Spieler hat immer zwei Aufschläge, danach schlägt der Gegner zweimal auf. Ein Aufschlag bedeutet hier, dass der Ball einmal gegen die eigene Seitenbande, also nach links oder rechts, gespielt werden muss, bevor er unter der Mittelbande hindurch rollt. Ist ein Spieler in der Verteidigungsposition, versucht er zu hören, was der Gegner auf der anderen Seite mit seinem Ball und dem Schläger macht, um daraus abzuleiten, wo der Ball bei ihm selbst landen könnte. Ziel ist für ihn dabei, den Ball mit seinem Schläger unter Kontrolle zu bekommen, um dann selbst von der Verteidigung in den Angriff zu wechseln. Jetzt gilt es im Angriff zu überlegen, welchen Winkel ab welcher Position gespielt wird, um den Gegner in seiner Verteidigung zu überraschen. Hierfür sind variable Schläge von verschiedenen Seiten und Stärken erforderlich.
 
Weitere Informationen zum Spiel, Trainingsmöglichkeiten der einzelnen Standorte und viele Turnier- und Medien-Berichte sind hier zu finden:
 
www.showdown-germany.de
 
Und so sieht das Spiel aus (Videolink):
http://www.youtube.com/watch?v=H9W2ZyD9z1A&sns=em
 
Kontakt:
 
Eli Osewald
Presse des Deutschen Showdown-Verbandes (DSV)
presse@showdown-germany.de
 
Showdown-Komitee
komitee@showdown-germany.de
www.showdown-germany.de
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Autor: lydiaswelt

Blinde Mutter sehender Kinder mit arabischem Hintergrund

6 Kommentare zu „Showdown, Sport für Blinde und Sehende“

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